Von der herkömmlichen Filterpressen-Bestückung
(Kammerplatten und Platten oder Rahmen) weicht das Filtrationsverfahren
beim Einsatz von
JVK Membrankammerplatten
erheblich ab. Die wichtigsten Verfahrens-
schritte sind nachstehend beschrieben und durch grafische Darstellung
erläutert. Eine ausführliche Beschreibung und weitere Betriebshinweise
enthält unsere Betriebsanleitung.
- Filtration / Befüllung der Filterpresse
- Waschung durch die Trübebohrung (Spaltwaschen)
- Vorpressen und Waschen durch die Eck-Kanäle
- Nachpressen des Filterkuchens
- Ausblasen des Filterkuchens
1. Filtration / Befüllung der Filterpresse
Bei der Befüllung legen sich die elastischen Membranen gleichmässig
mit geringer Spannung an die Membranträgerplatte an. Die Pressenfüllung
wird beendet sobald der für das Filtrationsergebnis optimale Betriebspunkt
"A" erreicht ist. Im Gegensatz zur Druckfiltration bei Kammerplatten (B)
wird die Filtration bei niedrigerem Druck vorzeitig beendet. Es ist darauf
zu achten, dass die Filterkuchendicke nach dem Auspressen geringer ist als
die Kammertiefe. Optimale Auslegungsdaten können bei Bedarf durch Testfiltrationen
bei
JVK oder vor Ort auf einer Versuchspresse mit
JVK
Membrankammerplatten ermittelt werden.
Restfeuchte
bei Filtrationsende mit Membrankammerplatten |
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A = Ende der Filtration mit Membran-
kammerplatten
B = Ende der Filtration mit Kammer-
platten
C = Restfeuchte bei Ende des Auspress-
vorganges
mit Membrankammerplatten
A`und C`sind mögliche andere produktabhängige
Betriebspunkte
Der günstige Betriebspunkt A kann in der Praxis nach wenigen Filtrationen
ermittelt werden. Einflussgrößen sind u.a. Kompressibilität des
Filterkuchens, das Filtertuch, die Pumpenleistung, etc.
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2. Waschen durch die Trübebohrung (Spaltwaschen)
Nach Beendigung der Filtration können die Kuchenschichten über
die Trübebohrung ausgewaschen werden. Als Voraussetzung darf keine
Überfüllung der Kammern vorhanden sein
und kein Auspressdruck
anliegen.
3. Vorpressen und Waschen durch die Eck-Kanäle
Bei nachfolgendem Waschen wird durch das Auspressen mit geringem Druck
der Kuchen in der Kammerplatte fixiert und damit Riss- und Spaltbildung
vermieden. Je nach Kanalanordnung und/oder erforderlichem Wascheffekt
sind folgende Varianten mit
JVK Membrankammerplatten
möglich:
- Waschen in einer Richtung
- Waschen in wechselnden Richtungen
- Waschen von oben nach unten oder von unten nach oben (flutend)
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4. Nachpressen des Filterkuchens
Je nach Beschaffenheit des Filterkuchens wird ein grosser Teil der nach
dem Filtrieren oder Waschen noch im Kuchen befindlichen Flüssigkeit
durch den Membrandruck verdrängt. Die Restfeuchte liegt im Punkt
C wesentlich niedriger als im Punkt B. Der Nachpressdruck ist in der Regel
höher als der Vorpressdruck.
5. Ausblasen des Filterkuchens
Bei besonders durchlässigem Kuchen kann mit unterstützender
Wirkung des Membran-Auspressdruckes das Ausblasen durch die Eck-Kanäle
eine zusätzliche, effektive Verringerung der Kuchenfeuchte bringen.